Diachronos (Deakzession und Massendinghaltung) II, 2020/21

Diapositive, Nylonfaden, 262 cm x 142 cm 
 
Mehr als 3500 Diapositive mit Motiven der Architekturgeschichte sind zu einem Teppich der kulturellen Erinnerungen verwebt. Wie Bausteine zu einer Mauer aufeinander gefügt, gliedern sich die aus ihren Rahmen entnommenen, von ihren Beschriftungen befreiten und teils mit Chemikalien bearbeiteten Diapositive in ein gewobenes Raster ein, das in zunehmender Höhe allmählich entfärbt bzw. transparent wird. 
Diachronos - Quer durch die Zeit hindurch unterliegen die Vorstellungen davon, was aufbewahrt werden soll, sowie auch die Art und Weise, wie archiviert wird, grossen Veränderungsprozessen. Bis vor wenigen Jahren war das Archivieren physisch sichtbar. Heute ist das Speichern von Daten in Clouds fast unsichtbar geworden. Und trotz oder gerade wegen unserem Bedürfnis alles festzuhalten, müssen Archive, Bibliotheken und Museen sich mit «Deakzession» beschäftigen, dem Aussondern und Bereinigen von Archiven und Sammlungen.
Die verwendeten Diapositive stammen mehrheitlich aus Obwaldner Quellen: Der grösste Teil ist von Peter Omachen, Kantonaler Denkmalpfleger und Dozent am Institut für Architektur der HSLU.

 

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